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Die Bestattungskultur ist in stetem Wandel – was das für unsere Region, für die „Pietät“ Hof und auch ganz konkret für Sie bedeutet, darüber informieren wir Sie hier in regelmäßigen Abständen! Für tagesaktuelle Einblicke in unseren Alltag, besuchen Sie gerne auch unsere Facebook-Seite!

Anlässlich der Vertreterversammlung des Feuerbestattungsverein wurde durch den Vorstand darauf hingewiesen, dass die Niedrigzinsen alle Sterbekassen vor wachsende Probleme stellen. Es ist schwierig, den Garantiezins von 3,5 % für Alt-Tarife zu erzielen. Neu angelegte Gelder bringen weniger als 2 % Rendite. Hochverzinsliche Anlagen des Vereins laufen aus. Risiko-Kapitalanlagen kommen nicht in Betracht. Um den Garantiezins zu stützen, ist ein Kapitalbedarf von 6 Millionen Euro notwendig. Diese Summe kann nur in mehreren Schritten aufgebracht werden. Durch das gute Ergebnis ist es dennoch möglich, die Rücklagen aufzustocken. Die Gewinnbeteiligung, der Mitglieder von 20 % auf die Vertragssumme, ist nicht gefährdet. Die wenigsten Sterbekassen sind heute in der Lage, diesen Prozentsatz, zusätzlich auf das vereinbarte Sterbegeld, zu zahlen.

Vorerst ist die Finanzierung bis Ende 2021 gesichert. Voraussetzung für eine Auszahlung ist eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der Aufsichtsbehörde. Eine Zahlung des Gewinnzuschlags ist, nach Erfüllung Wartezeit, auf Dauer möglich. Aufgrund der unsicheren Kapitalmarktsituation, sollen die Vertreter alle drei Jahre darüber neu entscheiden. Geschäftsführer Reul ging auf die gestiegenen Anforderungen für den Datenschutz ein. So können nur Vereinsmitglieder oder deren bevollmächtigte Vertreter Auskünfte erhalten. Telefonische Auskünfte sind schwierig bis unmöglich. Eine schriftliche Bestattungsvorsorge wird ebenfalls immer wichtiger. Von den meisten Menschen wird verdrängt, dass im Alter aufgrund von Schlaganfall oder Demenz eine Willenserklärung unmöglich ist.

Reul bezeichnet es als unverständlich, dass die Todesfallabsicherung von vielen Menschen als verzichtbar angesehen würde. Das Gegenteil sei der Fall! Bestattungskosten fallen immer an und werden generell unterschätzt. Gegenüber Bestattungs-Treuhandhinterlegungen hat eine Absicherung über den Verein Vorteile: Die Beiträge sind i.d.R. deutlich niedriger als die Absicherungssumme. Neben dem Garantiezins wird eine Gewinnbeteiligung gewährt. Hilfe im Trauerfall wird angeboten, wird jedoch den Angehörigen – ebenso wie die Art der Bestattung – freigestellt.

Umfangreiches Fachwissen ist sowohl bei den Bestattungsinstituten „Pietät“ als auch beim Feuerbestattungsverein notwendig. Mehrere Mitarbeiter wurden zum fachgeprüften Bestatter ausgebildet. Ein Kollege hat die schwierige Meisterprüfung im Bestattungsgewerbe bestanden. Die Fortbildung unserer Belegschaft soll dazu beitragen, die Qualität unserer Leistungen zu verbessern. Ab 2019 soll unser Angebot durch Einführung einer Vollmitgliedschaft ab Geburt erweitert werden. Bisher war lediglich eine Kindermitversicherung möglich. Mit ca. 25.000 Mitgliedern zählt der Feuerbestattungsverein mittlerweile, von insgesamt rund 700 Sterbekassen, zu den 20 größten Kassen Deutschlands.